Cocktail Calvados Trophies 2018

Paris liebt Euch – von dieser Aussage war unser erster gemeinsamer Tag in Frankreich geprägt: Teambuilding pur – Straßenbummel wechselten sich ab mit Café- und Foto-Stopps, wunderbarer Blick vom Montmartre über das abendliche Paris, Rosétrinken auf der Place des Artistes mit Gitarrenbegleitung, als wäre es ein lauer Sommerabend…

Aber halt, stopp: warum sind wir noch gleich hier und wer sind “wir” eigentlich?

Unsere Hauptpersonen sind Johanna und Hans, die als Schülerin und Profi in der jeweiligen Kategorie des Wettbewerbs um die Calvados-Cocktail-Trophies in Caen in der Normandie teilnehmen werden, Marijo, der dem Wettbewerb als Experte zur Verfügung steht und auch schon im Vorwege unsere beiden Teilnehmer mit gecoacht hat, Britta, eine der Bar-Profis unserer Schule – und ich, die ich das Ganze als „Journalistin“ begleiten und medial verbreiten darf. Alle Teilnehmer sind mit den Regularien des Wettberwerbs vertraut – außer meiner Wenigkeit, was der Grund für meine 99 Fragen ist. Ja, es gibt die drei Kategorien (Schüler, Profis und Journalisten – puuuhhh… ich konnte mich gerade noch drücken). Und ja, alle Teilnehmer sind sehr gut mit Geschichte, Herstellung und dem Drumherum von Calvados vertraut, denn es gibt zunächst einen 30minütigen Test mit Fragen wie „Wie heißt das Produkt nach der ersten Destillation im Pot-Still-Verfahren?“ Zum Glück ist Johanna wunderbar vorbereitet und kann die Fragen sicher parieren. Eine weitere Hürde, die zu meistern ist, ist ein 1-2minütiger Vortrag, der den persönlichen Bezug des Teilnehmers zum selbst kreierten Cocktail (der Name und die Zutaten sind natürlich noch geheim) und die Begründung für das Rezept liefern soll. Johanna stellt Bezug zu ihrer Kindheit her und betreibt so gutes Storytelling. Hans’ Zutaten sollen eine perfekte Mischung zum Wohle der Gesundheit des Trinkenden sein und – ganz im Einklang mit der Calvados-Legende – als ein „Kuss der Götter“ verstanden werden. In diesem Sinne: Santé!

„Gemüse“ steht in diesem Jahr als Motto an und es wird vermutet, dass wir viele Kreationen mit Roter Bete sehen werden. Ob sich das auch in „unseren“ Rezepturen wiederfindet… man darf gespannt sein! Das Mise-en-place, die Herstellung und Präsentation bilden den letzten Teil des Wettbewerbs.

Aber alles das findet erst morgen statt – zurzeit sitzen wir im Bus, Britta fragt Johanna ab, Hans meditiert und feilt im Geiste an seinem Vortrag – und Marijo und ich genießen die Fahrt in die Normandie, wo uns zur Einstimmung der Besuch der Calvados-Destillerie Père Magloire in Pont-Lévêque und ein Abendessen in Caen erwarten. Wir freuen uns auf morgen und halten Euch auf dem Laufenden…

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