Der wichtigste Partner verabschiedet unseren Schulleiter

Eine Ära ist zu Ende –
Robert Panz geht in den Ruhestand

30 Jahre hat Robert Panz die Berufliche Schule Gastronomie und Ernährung und die Hotelfachschule Hamburg geleitet. Mit über 3000 Schülern führte er die zwei Schulen mit großer Weitsicht, Flexibilität, Menschlichkeit, großem pädagogischen und fachlichen Wissen und einer schier unendlichen Leidenschaft für die Branche.

Robert Panz gelang es, und das ist eine hohe Kunst, die Interessen von Lehrern, Schülern und Ausbildungsbetrieben unter einen Hut zu bringen. Das brachte ihm sicherlich nicht immer die Sympathien aller ein, aber auf einem sehr hohen Niveau waren alle Parteien ganz überwiegend sehr zufrieden.

Berufsbildung als ständigen Wandel zu verstehen, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit, insbeson- dere wenn die rechtlichen Vorgaben (z. B. überarbeitungsbedürftige Ausbildungsverordnungen) eigentlich keinen Rahmen dafür bieten. Für Robert Panz war die Berufsbildung ein ständiger Impuls zum Neudenken und zum Neuinterpretieren. Ein Beispiel: Anlässlich eines alles andere als sinnvollen Vorschlags der Han- delskammer, den zweijährigen Beruf zum Bistrokoch in Hamburg einzuführen, kam Robert Panz auf die Idee, die Verordnung für die Fachkraft im Gastgewerbe neu zu interpretieren. Diese Neuinterpretation führte zur Einführung der Schwerpunktsetzung dieses Berufsbildes. Die Fachkraft im Gastgewerbe mit Schwerpunkt Küche oder Service, später auch Systemgastronomie wurde mit großem Erfolg von den Ausbildungsbetrieben in Hamburg angenommen. In anderen Bundeslän- dern gab es diese Schwerpunktsetzung nicht und nun soll sie – man höre und staune- auch auf Bundesebene nach dem Hamburger Modell eingeführt wer- den.

Weit über das normale Maß an Engagement hinaus gelang es Robert Panz unsere Berufsschule weiterzuentwickeln. In baulicher Hinsicht entstanden neue Gebäude mit modernster Ausstattung. In fachlicher Hinsicht wurden Zusatzkurse für praxisschwächere Koch- und Restaurantauszubildende (ZAK und ZAR) mit finanzieller Unterstützung von der Müller- und der Dehn-Stiftung eingeführt, Zusatzkurse für leistungsstarke Auszubildende (Köche Plus, Barmixer, Weinlehrgänge) entwickelt, mit der Marseiller Hotelfachschule und einer amerikanischen Universität kooperiert, Schüleraustausch mit Frankreich, England und Italien organisiert, Champagner-Wettbewerbe durchgeführt, der Hamburg-Stand auf der ITB mit exzellenter Küche und Service versorgt und ein umfangreiches Wahlpflichtkurs-Programm kreiert.

Im Namen des DEHOGA Hamburg bedanke ich mich bei Robert Panz für die unsagbar große Unterstützung bei den (Hamburger und Deutschen) Jugendmeisterschaften, der Internorga, Hamburg verwöhnt, dem Win- ternotprogramm für Obdachlose, den Freisprechungsfeiern und der Durchführung der Küchenmeister-Vorbereitungslehrgänge und sein Engagement im Berufsbildungsausschuss auf Hamburger- und Bundesebene.

Im Namen der Hamburger Ausbildungsbetriebe bedanke ich mich bei Robert Panz für sein immer offenes Ohr gegenüber den Arbeitgeberbelangen und seine stark ausgeprägte Lösungsorientiertheit. Ich habe nie ein abwehrendes „das geht nicht“ gehört, sondern seine erste Antwort lautete immer „Komm, lass uns mal neu denken“.

Persönlich bedanke ich mich herzlich bei Robert Panz für eine über 20 Jahre währende berufliche Partnerschaft, die geprägt war von einem außergewöhnlichen Miteinander, unbegrenztem Vertrauen, einer ständig fließenden Kreativität, sehr viel Humor, einem gegenseitigen Verstehen und großer menschlicher Nähe.

Ulrike von Albedyll, Landesgeschäftsführerin DEHOGA Hamburg

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